Nobistor 16, Hamburg-Altona

Umnutzung, Modernisierung und Aufstockung des ehemaligen Möbelhaus Brandes

Am westlichen Rand der Reeperbahn, wenige Schritte von der Großen Freiheit entfernt, befindet sich das ehemalige Möbelhaus Brandes. Das seit 1999 leer stehende Gebäude ist heute ein verflochtenes Ensemble, aus vier Bauabschnitten. Die zwei ältesten Gebäude bildeten nach einem Umbau, Anfang des 19. Jahrhunderts, gemeinsam die Fassade in Richtung Reeperbahn. In den 1930er Jahren wuchs der Baukörper weiter in das Blockinnere, um zusätzliche Lager- und Ausstellungsfläche für das damalige Kontor zu schaffen. Der Einzug des Möbelhauses Brandes folgte 1968 und fasste das Gebäude zu einer „Möbelpassage“ zusammen. Durch die unzähligen Um- und Anbauten, gleicht das heutige Gebäude einem Puzzle verschiedener Bauweisen und Materialien.

Das Gebäude soll in den unteren Geschossen neuen kulturellen und gewerblichen Nutzungen zugeführt werden.
In den oberen Geschossen entstehen loft-artige Büros.
Es wird ein großzügiger Lichthof eingeschnitten, das desolate Dachgeschoss abgerissen und das Haus um zwei neue Dachgeschosse ergänzt.

Mit großen Terrassen- und Fensterflächen, gibt das neue Geschoss den Blick über die Dächer Hamburgs frei. Die neue Fassade zur Reeperbahn lässt die Struktur der ursprünglich unabhängigen zwei Häuser erkennen. Tief eingeschnittene Loggien vermitteln den Eindruck in ein aufgeschnittenes Gebäude zu blicken. Sie werden mit ornamental perforierten Blechen verkleidet, die an Tapeten erinnern.

Das Erdgeschoss bietet Platz für eine gastronomische Nutzung, während Besucher parallel über einen unabhängigen Eingang in eine Versammlungsstätte im 1. Obergeschoss gelangen können.

Auf einen behutsamen Umgang mit dem Bestand wird großer Wert gelegt, um den Charakter und die Geschichte des ehemaligen Möbelhauses zu erhalten und zu unterstreichen.

Direktauftrag
Planung LPH 1-7 (2012-2016)
Realisierung 2016
Fläche 6400 qm BGFa
Bauherr Xanadu Real Estate GmbH
Standort Hamburg-Altona
Team Julian Hillenkamp, Christoph Roselius,
Mareike Selonke, Stephan Rump